Dauer:

ca. 1 Jahr.

Aktuelle Jahrgänge:
Okt. 2021 – Nov. 2022
Sept. 2022 – Okt. 2023

Umfang:

10 Module an 19 Tagen
+ lessons learned
+ Beratungsprojekt
+ 10 Stunden Supervision

Veranstaltungsort:

Schönhauser Allee 6-7
10119 Berlin

Gruppengröße:

8–12 Teilnehmer*innen

Preis:

für Organisationen:
7.200 € zzgl. MWSt.

für Privatzahler*innen:
5.900 € zzgl. MWSt.

Ratenzahlung ist möglich.

Weiterbildung Systemische Organisationsberatung

Inhalte

Die Weiterbildung Systemische Organisationsberatung setzt sich aus zehn Modulen zusammen, die sich sowohl am Beratungsalltag orientieren als auch vertiefende Exkurse bieten. Es wird systemische und systemtheoretische Basistheorie vertieft und methodische Fertigkeiten vermittelt. Der gemeinsamen Reflexion eigener Erfahrungen wird ausdrücklich Raum gegeben.

Neben der Aneignung neuer Inhalte und Methoden versteht sich die Weiterbildung als Möglichkeit für einen persönlichen Entwicklungsprozess. Die Gruppe dient einerseits als Spiegel gruppendynamischer Prozesse in Organisationen, anderseits als Rollenprofilierung der Teilnehmenden. Wir betrachten wiederkehrendes Feedback und Unterstützung als Voraussetzung für konstruktives Lernen und den produktiven Umgang mit Konflikten.

Zielsetzung

Ziel der Weiterbildung ist ein umfassendes systemisches Verständnis für Beratungsprozesse in Organisationen. Zur Beschreibung und Erklärung der relevanten Dimensionen von Organisationen stützen wir uns auf moderne soziologische und systemtheoretische Ansätze. Darüber hinaus beziehten wir weitere Theorien ein, die Aussagen über eine Organisation, ihren Zustand und ihren Entwicklungsbedarf liefern.

Informationen

Dauer:

ca. 1 Jahr.

Aktuelle Jahrgänge:
Okt. 2021 – Nov. 2022
Sept. 2022 – Okt. 2023
Umfang:
10 Module an 19 Tagen
+ lessons learned
+ Beratungsprojekt
+ 10 Stunden Supervision
Veranstaltungsort:
Schönhauser Allee 6-7
10119 Berlin
 
Gruppengröße:
8–12 Teilnehmer*innen
 
Preis:

für Organisationen: 7.200 € zzgl. MWSt.

für Privatzahler*innen: 5.900 € zzgl. MWSt.

Ratenzahlung ist möglich.

In der Weiterbildung …​

  • erlernen Sie handwerkliche Methoden.
  • entwickeln Sie Ihr Rollenverständnis als Berater*in weiter.
  • erarbeiten Sie ein Verständnis für gruppendynamische Zusammenhänge.
  • lernen Sie, mit Auswirkungen von Interventionen systemisch umzugehen.
  • kombinieren Sie Theorie- und Praxisanteile miteinander.
  • reflektieren Sie Beobachtungen auf Ihrer Außenwirkung.
  • prägen Sie Ihre Haltung gegenüber Kundensystemen.

Voraussetzungen

  • Fachhochschul- oder Hochschulausbildung, Quereinstieg, Berufsabschluß
  • Eine mindestens zweijährige Berufserfahrung in einer Organisation oder in einer freiberuflichen Beratungstätigkeit
  • Eine persönliche Bereitschaft zu prozessorientiertem und selbsterfahrungsbezogenem Arbeiten

Falls Sie die Voraussetzungen nicht sämtlich erfüllen, jedoch Interesse an der Weiterbildung haben, melden Sie sich bei uns. Gerne können Sie auch ein persönliches kostenloses Beratungsgespräch mit uns vereinbaren, an dem wir Ihre Fragen klären können.

Zertifikat

Voraussetzungen
  • Teilnahme an allen Modulen (Fehlzeiten höchstens 1 Modul)
  • Regelmässige Teilnahme an der Supervision
  • Schriftliche Reflektion eines Praxisprojektes
Ausgewiesen werden
  • der Stundenumfang der Weiterbildung.
  • die Inhalte und Module.
  • die schriftliche Reflexion eines Praxisprojektes.

Module

Ziel ist es, Organisationen als Systeme zu verstehen. Es werden verschiedene Modelle über die Entwicklung von Organisationen vermittelt. Bilder von Organisationen und Systemen als Blaupause für das Verständnis von Kommunikationsmustern und Strukturen werden vorgestellt und stets auf konkrete (eigene) Organisationen übertragen.

Um Interventionen in Organisationen zu initiieren ist immer eine Standortbestimmung – eine Diagnose der aktuellen Situation – nötig. Der Begriff der Beobachtung ist hier zentral. In diesem Baustein werden Diagnosetools vermittelt und die Themen Hypothesenbildung und Diagnoseschleifen eingeführt.

Interventionen in Systeme sind planbar und zugleich nicht berechenbar (sogenannte Kontingenz). Dieser Paradoxie wird ein systemisches Verständnis von Intervention und Prozessgestaltung gerecht.

Eine Prozessarchitektur, um mit dem Unplanbaren umzugehen, systemische Strategieentwicklung und das Entdecken der eigenen beraterischen Intuition sind Inhalte dieses Bausteins.

Systemische Organisationsentwicklung bezieht sich unter anderem auf Konzepte der Systemtheorie von Niklas Luhmann, Dirk Baecker und George Spencer Brown. Aus theoretischen Grundlagen werden praxistaugliche Ableitungen für Beratung und die Entscheidungsfindung in Organisationen getroffen. Wie können diese Theorien sinnvoll angewandt werden und unser praktisches Handeln bestimmen?

Auch und gerade in komplexen Beratungsdesigns ist die Beratung von Einzelpersonen ein wichtiges Instrument. Gesprächsführung und die Gestaltung von Zweiersettings, der eigene Gesprächsstil und seine Wirkung stehen im Mittelpunkt diese Moduls. In konkreten Beratungssettings mit Modellklienten*-innen und Video-analyse werden Interventionen und deren Wirkung geübt und analysiert. Systemische Fragetechniken und Kommunikationsmodelle stehen im Zentrum.

Macht ist Bestandteil aller menschlichen und organisationalen Beziehungen und Prozesse. In diesem Modul beschäftigen wir uns mit Machtphänomenen in Organisationen und Beratungsprozessen. Die praktische Bedeutung eines systemischen Verständnisses von Macht für den Alltag in Firmen, Führungs- und Beratungsbeziehungen, sowie die eigene Haltung zur Macht sind Inhalte.

Organisationen bestehen immer aus Gruppen oder Teams. Es geht darum, die Dynamik in diesen zu verstehen, Widerstände und positive Energien zu erkennen und zu nutzen. Ebenso dient das Verständnis von Gruppen als „Soziales System“ als Grundlage für anschlussfähige Interventionen in Teams. Weitere Inhalte sind Rollenverhalten in Gruppen, das eigene Rollenverhalten sowie der Themenbereich Emotionen und Gruppen (4 i: inclination, identification, interaction, institutuionalization), als auch Schleifen und Kommunikationsmuster.

Der Beratungsprozess folgt einer Dramaturgie, aber auch die Organisation selbst setzt sich in Szene. Mit Mitteln aus Theater und Regie, den Konzepten der Vorder- und Hinterbühne (Erving Goffman) nähern wir uns diesen Themenbereichen. Nonverbale Kommunikation sowie Auftritt und Wirkung sind weitere Inhalte dieses Moduls. Statuswahrnehmung und der Abgleich von Status sind Steuerungsinstrumente in Beziehungen und wirken auch in Organisationen. Wir begreifen Selbstinszenierung als Handwerkszeug und „Dramaturgie“ als Methode der Veränderung.

Führung osziliiert zwischen ihrer Verantwortung für Stabilität und Veränderung. In diesem Modul werden die Rolle, Grenzen und Möglichkeiten von Führung in spezifischen Organisationen und Kulturen analysiert. Ein weiteres Thema ist die Rolle der Führung im Kontext von Beratungsprozessen, sowie die Führungsrolle die Berater*innen fallweise übernehmen. Zusätzliche Inhalte: Verschiedene Führungsmodelle, sowie deren Wirkung. Bspw. Heroische – Postheroische Führung, laterale Führung, transformationale und transaktionale Führung.

Am Ende der Weiterbildung steht die Reflexion und Evaluation der Weiterbildung. Die individuelle Formulierung der eigenen Beratungsrolle und die Identitätselemente des eigenen Profils als Berater*in werden ausgearbeitet und präsentiert.

Nach etwa sechs Monaten finden von der Weiterbildungsgruppe selbstgesteuerte Einheiten statt. Inhalt und Thema sind hier die Reflexion und Analyse der Weiterbildungseinheiten, die Auswirkungen der Weiterbildung, des eigenen Berufsalltags und der Gruppendynamik auf die eigene Person auf die Weiterbildungsgruppe und auf die beraterische Praxis. Die Termine werden im Verlauf der Weiterbildung festgelegt.

Neben den Modulen ist von allen Teilnehmenden ein Beratungsprojekt in einer Organisation durchzuführen und darüber ein Beratungsbericht zu verfassen. Wir verstehen in diesem Zusammenhang Beratung als etwas, dass mit mehreren Personen zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattfindet, ein Einzelcoaching ist daher nicht ausreichend. Das Beratungsprojekt kann auch intern in der eigenen Organisation stattfinden, wenn die eigene Rolle reflektiert wird.

Das Beratungsprojekt wird durch 10 Stunden Supervision begleitet. Die Supervision findet in Kleingruppen (drei bis vier Teilnehmer*innen) statt und wird nach Bedarf regional angeboten. Die Supervisionsleitung wird vom SIFB gestellt und hat in ihrer Arbeit einen stark organisationsbezogenen und systemischen Fokus. Ziele der Supervision sind:

  • gemeinsame Reflexion des Beratungsprozesses unter systemischen Gesichtspunkten
  • Anwendung und Umsetzung einer Organisationssicht
  • Überprüfung der Interventionen
  • Auseinandersetzung mit konkreten Problemen während des Beratungsprozesses
  • Reflexion der eigenen Rolle und Entwicklung eines professionellen Selbstverständnisses

Wenn Sie Fragen zu den Lehrinhalten haben, zögern Sie nicht, uns anzusprechen! Schreiben Sie uns eine Mail an info@sifb.de.

Termine

Modul 130.09 & 01.10.2022
Modul 211. & 12.11.2021
Modul 309. & 10.12.2022
Modul 420. & 21.01.2023
Modul 524. & 25.02.2023
Modul 631.03 & 01.04.2023
Modul 712. – 14.05.2023 (3 Tage!)
Modul 830.06 & 01.07.2023
Modul 901. & 02.09.2023
lessons learned06.10.2023
Modul 1007.10.2023
Modul 1 08. & 09. Oktober 2021
Modul 2 19. & 20. November 2021
Modul 3 14. & 15. Januar 2022
Modul 4 25. & 26. Februar 2022
Modul 5 01. & 02. April 2022
Modul 6 13. & 14. Mai 2022
Modul 7 24. & 25. Juni 2022
Modul 8 26. & 27. August 2022
Modul 9 07. & 08. Oktober 2022
Modul 10 18. November 2022

Anmeldung

Wenn Sie Interesse an der Weiterbildung haben, dann schreiben Sie uns doch an info@sifb.de und vereinbaren ein unverbindliches Informationsgespräch. Sie können sich auch direkt zur nächsten Weiterbildung Weiterbildung Sept. 2022 – Okt. 2023 anmelden, indem Sie auf den Button klicken und das Anmeldeformular ausfüllen:

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